Probefahrten

Im September und Oktober hatte ich das Vergnügen verschiedene aktuelle E-Fahrzeuge auszuprobieren oder zumindest im Prototypen mitzufahren.

  • VW e-Golf
  • Opel Ampera-E
  • Sono Motors Sion


Was soll ich groß über den VW e-Golf sagen? Ein Golf ist ein Golf, auch wenn der Antrieb elektrisch ist. Bei der neuen Generation ist die Reichweite inzwischen über 200km und auch die Leistung wurde etwas angehoben. Exzellenter Komfort beim Fahren wurde unterstützt durch jede Menge elektronischer Helferlein, die allerdings zum Teil auch aufpreispflichtig sind. Die VW bzw. Golf-typische Bedienung läßt keine Fragen aufkommen und es steht auf den Vordersitzen großzügiger Platz zur Verfügung und auf der Rückbank ist ausreichend Platz für erwachsene Mitfahrer. Die Verarbeitung liess keine Wünsche offen, einfach perfekt. Aufgeladen wird der Golf durch einen CCS-Lader und hat inzwischen auch einen 3-phasigen Wechselstromlader an Bord. Verglichen mit dem BMW i3 ist der VW Golf geradezu langweilig und dem Fahrzeug ist beim Fahren das deutliche Mehrgewicht anzumerken. Fairerweise muß ich erwähnen, dass die Resonanz von Mitfahrern sehr positiv war und sich deutlich mehr Leute den eGolf als den i3 als Fahrzeug vorstellen können. Der i3 polarisiert doch stark und ein Golf geht immer.

Nach langer Wartezeit konnte ich den Opel Ampera-E an einem Samstag für eine Stunde probefahren. 4 Mitfahrern waren mit dabei. Die Reichweite wurde trotz Regenwetter und vollaktivierter Klimatisierung mit ca. 360 km vorhergesagt. Das ist einfach klasse. Formal ist der Ampera ein 5-Sitzer und die Platzverhältnisse sind für 4 Erwachsene grosszügig. Der fünfte Sitz ist allerdings sehr schmal. Beim Cockpit und die Bedienung war erst gewöhnngsbedürftig. Die Instrustumente sind teilweise verspielt und ein grosser Touch-Screen steht zur Bedienung bereit. Das Fahrzeug war als 1st-Edition mit jeder Menge Zubhör und elektronischer Assistenten ausgestattet. Geladen wird der Ampera-E mit Gleichstrom über CCS. Mit Wechselstrom dauert die Aufladung der grossen Batterie durch den ein-phasigen Lader leider sehr lange. Die Fahrt mit dem Ampera-E war problemlos. Der starke Elektromotor liess auf der nassen Strasse das ESP-System immer wieder eingreifen. Das Zusammenspiel des e-Motors mit dem Vorderradantrieb sollte Opel bis zum Verkaufsstart nochmals prüfen und optimieren. Ach ja, Verkaufstart. Ich wurde von Opel mehrfach darauf hingewiesen, dass das Fahrzeug aktuell nicht zu erwerben ist und es momentan absolut nicht geklärt ist, ob und wann der Opel Ampera-E verfügbar ist. Das ist mehr als schade, denn dieses e-Fahrzeug hat eine grosse Reichweite und trotz seiner kompkten Maße auch ausreichend Platz für eine Familie. Ich bin mir sicher, dass sich damit auch Skeptiker überzeugen liessen.

Beim Sono Motors Sion konnte ich leider nur 5 Minuten als Beifahrer mitfahren. Das Konzept ist sehr interessant und überzeugend. Dach, Fronthaube und Türen sind mit Dünnschichtsolarzellen bestückt, die an sonnigen Tagen Strom für ca. 30 km erzeugen. Die Platzverhältnisse sind grosszügig und der Kofferraum ist unglaublich gross. Wenn die Preise für das Fahrzeug gehalten werden können und auch die Qualität des Fahrzeugs bei der Serienproduktion ab 2019 dann stimmt, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege.

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